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Teilnahme am Weihnachtsmarkt in Trilport

 
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Teilnahme am Weihnachtsmarkt in Trilport
von Moodle & Schulcloud Admin - Dienstag, 19. Dezember 2017, 18:13
 
Weihnachtsmarkt Trilport
Schüler des Anne-Frank-Schulverbunds bereichern den Weihnachtsmarkt
in Trilport
Text und Fotos: Boßlet-Dietrich/Grimm
Auch in diesem Jahr machten sich wieder sechs Schüler und zwei Lehrkräfte  auf den Weg, um am Vorabend des 2. Advents am Weihnachtsmarkt der französischen Partnerstadt teilzunehmen. Seit Schuljahresbeginn hatten sie in der „Trilport-AG“ einmal wöchentlich daraufhin gearbeitet, geschliffen, gemalt, etikettiert und gebastelt. So hatten sie neben guter Laune und Vorfreude auf das kommende Ereignis auch jede Menge Weihnachtsartikel dabei, die an ihrem mit Tannenreisig und kleinen Nikoläusen verzierten Stand dargeboten werden konnten.
Da die Hinfahrt über die französische Autobahn problemlos verlief, blieb noch genug Zeit, um der Kathedrale ins Reims einen Besuch abzustatten. Beeindruckt von der Größe des Gotteshauses und der Schönheit seiner Rosettenfenster, bot sich im Anschluss die Gelegenheit, kurz über den dortigen Weihnachtsmarkt zu bummeln. Und natürlich musste auch eine Crêpe au nutella probiert werden.
Frisch gestärkt erreichte die Gruppe so gegen 18 Uhr Trilport, wo schon die ersten Gasteltern warteten. Nun wurde es spannend für die fünf Mädchen und den einen Jungen: In welche Familie würde man  kommen? Ob man mit den wenigen Brocken Anfänger-Französisch wohl durchkam? Und was, wenn einem doch das Heimweh packte?
Am anderen Morgen traf man sich dann gegen 9 Uhr wieder in der kleinen Festhalle, um den Engener Stand fertig aufzubauen, zu schmücken und mit den mitgebrachten Kerzenschalen, Marmeladengläser und Holztabletts zu bestücken. Inzwischen war die „Angst“ verflogen und die Schüler erzählten begeistert, wie sie den Abend zuvor in ihrer Familie verbracht hatten: die einen waren ins Restaurant gegangen, andere durften Pizza bestellen oder probierten eine leckere tunesische Spaghettisoße, machten Spiele oder bastelten gemeinsam.
Gegen 10 Uhr trafen dann die ersten Marktbesucher ein und die gelernten Vokabeln konnten angewandt werden: Bonjour, Madame – Ça fait 4 euros-Merci. Immer wieder blieben Besucher stehen, um  einen Blick auf die Auslagen zu werfen und mit fortgeschrittener Zeit  füllte sich die Kasse der stolzen Verkäufer. Müde, aber sehr zufrieden ging es dann gegen 17.30 Uhr ans Aufräumen, ans Einpacken der verbliebenen Waren. Nachdem auch der Engener Stand wieder in seine Einzelteile zerlegt und die Festhalle gesäubert war, freuten sich alle Teilnehmer auf das gemeinsame Nachtessen, zu dem das Comité de jumelage die deutschen Gäste, aber auch deren französische Partner geladen hatte. Dabei betonte der Bürgermeister der Partnerstadt, Herr JeanMichel Morrer, noch einmal, wie wichtig gerade in der heutigen Zeit dieser Jugendaustausch sei, um 100 Jahr nach Ende des 1. Weltkrieges die europä-ische Idee zu erhalten, zu stärken. 
Gemeinsam genoss man das gute Essen, das mit einem Brie de Meaux – Käse schließt bekanntlich den Magen - abgeschlossen wurde.
Man versprach, im nächsten Jahr wieder zu kommen und die französischen Gastgeber regten an, dann doch noch einen Tag „dranzuhängen“, um  auch etwas von der reizvollen Umgebung Trilports sehen zu können.
Am anderen Morgen fiel der deutsch-französische Abschied sprichwörtlich  ins Wasser. Sehr starke Regen und Wind ließen kaum Zeit für  Abschiedsküsschen oder den Austausch eines Abschiedsgeschenks. Dennoch versprach man sich
gegenseitig, in Kontakt zu bleiben, ja wieder zu kommen.
Nach etwas beschwerlicher Fahrt auf teils schneeglatter Autobahn und stockendem Verkehr erreichten die Trilport-Fahrer gegen 18 Uhr wieder Engen.
Alle waren sich einig: Es hat sich gelohnt! Wir kommen wieder!